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Feuerwehrabzeichen in Gold und Silber für 40 bzw. 25 jährige Dienstzeit verliehen

Zum ersten Mal in dieser Form wurden bei der Freiwilligen Feuerwehr Eismannsberg am Samstag Abend in einer Feierstunde acht Feuerwehrkameraden das Abzeichen für 25 bzw. 40jährige Aktive Dienstzeit verliehen.
„Es ist ein äußeres Zeichen der Dankbarkeit und der Verbundenheit, tragt es mit Würde und Stolz“, sagte KBR Johann Weber, der ihnen die Ehrenzeichen in Gold bzw. Silber mit einer Urkunde im Namen des Freistaates Bayern übergab, unterzeichnet von Innenminister Joachim Hermann und im Namen von Landrat Franz Löffler Cham.  

Beim  ersten Ehrenabend im Gasthaus Wieser in Heitzelsberg begrüßte der 1. Kommandant Christian Pinzinger neben den geehrten  Feuerwehrkameraden ganz besonders die Feuerwehrführung, vertreten durch KBR Johann Weber und KBM Andreas Bergbauer und hieß in der Runde auch Bürgermeister Johann Aumeier willkommen. Pinzinger freute es auch, dass sich einige Frauen bzw. Freundinnen Zeit genommen haben, diesen besonderen  Anlass zu begehen.

Bevor jedoch die verdienten Mitglieder ausgezeichnet wurden, gab Pinzinger einen kurzen Rückblick über die letzten 40 Jahre der FF Eismannsberg, über deren Ereignisse sicher jeder seine eigene Geschichte erzählten könnte. Er erinnerte an einige gesellschaftliche Höhepunkte, wie das 75jährige Gründungsfest im Jahres 1979, die Einweihung der neuen Schrägtrockenanlage 1994 mit Durchführung des Jugendwettbewerbs.  Beim 125-jährigen Gründungsfest der FF Miltach 1998 und beim 100 jährigen der FF Oberndorf zwei Jahre später hatte der Verein die Patenschaft übernommen.   Eine Fahrzeugsegnung mit Durchführung der Jugendspiele wurde im Jahres 2000 organisiert und das 100jährige Gründungsfest 2004 mit Segnung der restaurierten Fahnen ausgerichtet. Schließlich hat der Verein die Priminz vom Ehrenmitglied Jürgen Josef Eckl mitgefeiert.

Auch bei Brandeinsätzen im eigenen  Einsatzgebiet war der Verein nicht verschont. So beim  Wohnhauses in Anzenberg (1985), im landwirtschaftlichen Anwesen in Obergschaidt (1986) und in Eismannsberg (1997). Gefordert wurden die Aktiven auch beim Brand in Allmannsdorf  (1998) und 2000 in Holzhof sowie bei einem schweren Verkehrsunfall auf Höhe Anwesen Reinhold Tax. 

Pinzinger erinnerte auch an bauliche Maßnahmen, um die FF auf einen zeitgemäßen Standard zu bringen.
Es handelte sich dabei um den Bau eines Löschweihers in Heitzelsberg, die Errichtung eines Gerätehauses, den Bau eines Löschweihers in Allmannsdorf,  einer Löschwasserzisterene in Anzenberg und einer Errichtung einer Staustufe in Eismannsberg. Er vergaß auch nicht die Gartenfeste, Bälle und Christbaumversteigerung, die der Verein veranstaltet hat sowie die Teilnahme an den kirchlichen Festen.   

Alle aktiven oder passiven Tätigkeiten haben eines gemeinsam, die FF hätte die Aufgaben nicht meistern können, ohne die Unterstützung jedes Einzelnen, sei es die vielen unentgeltlichen Arbeitsstunden, die einen Beweis des Zusammenhalts und Kameradschaft darstellt. Stellvertretend für den Verwaltungsrat zollte er ihnen dafür einen herzlichen Dank und bat auch künftig  für die Unterstützung und Erfahrung für die relativ junge Führungsmannschaft. Verbunden mit den Glückwünschen an die  acht Aktiven   wünschte er allen und ihren Familien alle Gute und Gesundheit für die Zukunft und schloss mit einem kurzen Gedicht  von  Hartmut Reinsch, einem deutschen Feuerwehrdichter aus Kanada,  „Die Feuerkämpfer“. 

Bürgermeister Johann Aumeier bezeichnete den Ehrenabend als eine außergewöhnliche Besonderheit und dankte im Namen der Gemeinde Miltach allen Funktionsträgern der Feuerwehr Eismannsberg , auf die stets Verlass  sei. Er honorierte die Arbeit von Kommandant Christian Pinzinger und der aktiven jungen Mannschaft. „Ihr seid ein guter Partner für die Gemeinde“, sagte er und wir haben, obwohl vier Wehren zur Gemeinde gehören,  immer wieder Mittel, die wir bereit stellen können. Allen die zur Ehrung anstehen, dankte er für ihre Dienste und bat sie, der Feuerwehr noch lange die Treue zu halten.

Als eine gute Idee bezeichnete KBM Andreas Bergbauer die Ehrung in diesem Rahmen sowie den Streifzug von Pinzinger, wo sich wieder einmal herausstellte, wie wichtig die Ortsfeuerwehren sind. Er appellierte an die Aktiven, dass sie mit ihren Erfahrungen die junge Führungsmannschaft weiter unterstützen und viele Jahre das Ehrenamt weiter helfen zu können. Früher habe man sich keine Gedanken gemacht, ob die Feuerwehrmitglieder einmal weniger werden. Heute ist es das Problem der Zukunft, meinte er und animierte die Mitglieder, durch gezielte  Werbung Jugendliche  zum Feuerwehrdienst zu gewinnen. Die Geehrten bat er, der Feuerwehr Eismannsberg noch lange zur Verfügung zu stehen.

KBR Johann Weber stellte in seinem Grußwort heraus, dass das Ehrenamt den Einsatz  widerspiegelt, was hier alles geleistet wird, wofür sich in jedem Fall ein großes Wort des Dankes geziemt.
Die FF, ob in der Vergangenheit oder in der Zukunft ist unabkömmlich, sagte Weber, sie bürgt für Sicherheit  für die Bürger und hat einen hohen Wert in Richtung Gesellschaft, wobei die Kameradschaft im Vordergrund steht. Keine Organisation könnte die Schlagkraft auf den Weg bringen, wie es die Feuerwehr mit ihren vielen  Stunden in ihrer Einsatzbereitschaft schafft.
Er erinnerte an den Brand am Arber, was hier die Feuerwehr  mitgemacht hat. Hier hat sich die gute Ausrüstung bewährt, dass man alle vermissten Personen retten konnte. Leider würden oft Kritiken laut, wenn schon wieder Geld für die FF ausgegeben wurde. Dazu konnte er nur sagen: Was hier investiert wird, ist nicht für die Feuerwehr, sondern für die Sicherheit der Bürger. Im Gegenteil, die Feuerwehr-Vereine steuern noch 800 000 Fahrgeld aus Vereinsmittel dazu und investiert in die aktive Mannschaft, um noch effektiver helfen zu können, so Weber.

Weber stellte zudem  heraus, wie wichtig die  Ausrüstung bei einem Unfall ist.  „Da lernt man die Feuerwehr erst schätzen“, betonte Weber und erzählte, dass die Bilanz der Verkehrstoten heuer schon auf drei angewachsen sind. Er sprach auch von vielen künftigen Herausforderungen. Die Einsätze werden nicht einfacher und immer komplizierter, so Weber.

Schließlich dankte er für die gezielte Jugendarbeit. Es muss unsere Aufgabe sein, jeder einen Jugendlichen für unsere Arbeit zu gewinnen. Auch die Brandschutzerziehung im Kindergarten sei  sehr wichtig. Ein großes Dankeschön zollte Weber auch an Bürgermeister Aumeier, der immer ein offenes Ohr hat, wenn es um die Feuerwehr geht.
Bevor Weber die Ehrenzeichen übergab, hatte er noch den Wunsch, „haltet der Feuerwehr in Zukunft die Treue, wir brauchen sie wichtiger denn je.“ 
Bei der Überreichung der Ehrenzeichen in Gold bzw. Silber mit Urkunde durch KBR Johann Weber gratulierten KBM Andreas Bergbauer, Bürgermeister Johann Aumeier, Franz Heigl und alle Vorstandsmitglieder mit einem herzlichen Vergelt´s Gott für ihre Leistungen.

Ehrung für 40-jährige aktive Dienstzeit erhielten:
Robert Franz, aktiver Dienst in der FF Eismannsberg seit 1.4.1972
Albert Hofmann, seit 1.3.1971
Heinrich Kerner (1.3.1971)
Josef Früchtl (1.5.1071)
Helmut Schreiner (1.1.1970)

 


Ehrung für 25-jährige aktive Dienstzeit
Friedrich Pinzinger (1.6.1986)
Roland Heigl (1.6.1986)
Edwin Fleischmann jun. (1.6.1986).


 

Dienstag, 25. September 2018

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